Luca Galliano in Starnberg auf Rang 4
19.08.2021

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Heftige Regenfälle, ein stundenlanger Unterbruch am ersten Tag und grosse zeitliche Verschiebungen der Startzeiten an allen Turniertagen prägten auch diese Woche das Geschehen auf der Pro Golf Tour. Aus Schweizer Sicht gab es bei der mit 30'000 Euro dotierten Starnberg Open aber zumindest ansatzweise ein Happy End: Luca Galliano konnte sich in der Schlussrunde vom Mittwoch in der Rangliste noch bis auf Rang 4 vorschieben und auch Robert Foley klassierte sich bei seinem zweiten Turnier als Professional zum zweiten Mal im Preisgeld.

Viele Birdiechancen, aber ein eiskalter Putter

«Eine gute Woche für mich, ich habe von Tee to Green wirklich sehr gut gespielt, mir sehr viele Birdiechancen gegeben und bin mit Rang 4 sehr happy», sagt Luca Galliano am Mittwochabend nach Turnierende. In der ersten Runde habe er auf jedem Grün zum Birdie geputtet, «aber mein Putter war eiskalt, selbst mehrere kurze Putts sind nicht gefallen, deshalb spielte ich nur Par», erklärt der Tessiner. In der zweiten Runde lief’s auf den Grüns etwas besser, doch wirklich heiss war Gallianos Putter auch am Dienstag nicht – mit einem Eagle in die Runde gestartet, unterschrieb der 35-Jährige am Ende eine 68er-Karte (3 unter Par). Erst in der Finalrunde vom Mittwochnachmittag begannen die Putts zu fallen: Zwei unter Par für die ersten Neun, sowie bogeyfreie Back Nine mit vier Birdies bedeuteten eine 65er-Schlussrunde und ein Vorrücken auf Rang 4. Das gibt Selbstvertrauen für die drei letzten Turniere der Saison: «Ich fühle mich gut und bin bereit für die nächsten Events. Mein Ziel bleibt, die Saison in den Top-5 der Order of Merit zu beenden», sagt Galliano, der nach dem Turnier in Starnberg in der Jahresrangliste auf Rang 7 liegt.

Das gleiche Ziel verfolgt auch Marco Iten. Der Zürcher hatte bei den letzten beiden Turnieren in Bayern Lospech und konnte seine erste Runde aufgrund heftige Regenfälle jeweils nicht am ersten Tag beenden. Was zu einem frühen Re-Start der Runde am nächsten Tag und in der Folge zu ultralangen Tagen auf dem Golfplatz führte. «Diese Woche konnte ich am Montagnachmittag meinen ersten Abschlag machen, dann öffnete der Himmel die Schleusen und der Platz stand innert Sekunden unter Wasser», erklärt Iten. Das Turnier wurde unterbrochen und erst am nächsten Morgen wieder aufgenommen. «Am ersten Tag kam ich genau 200 Meter weit», sagt der 31-Jährige mit einem Anflug von Galgenhumor. Die ersten elf Löcher seiner Startrunde absolvierte Iten fehlerfrei – «ich hatte auf jedem Loch eine Birdiechance» – und lag bis zu diesem Zeitpunkt auch bei 3 unter Par, dann aber liess ihn sein langes Spiel im Stich. Ärgerlich, ist das lange Spiel in der laufenden Saison doch eigentlich seine grosse Stärke. «Mit den vielen zeitlichen Verschiebungen und den sehr langen Tagen verlor ich etwas den Faden», sagt Iten rückblickend. Mit Runden von 71 und 74 Schlägen (3 über Par) scheiterte er am Cut von +2. Als aktuell Dritter der Order of Merit sind seine Chancen auf eine Top-5-Klassierung zum Saisonende nach wie vor intakt und der Zürcher ist auch sehr zuversichtlich für die kommenden Turniere: «An die Plätze in Tschechien habe ich gute Erinnerungen, die liegen mir.»


Gute Chancen auf eine Top-5-Klassierung am Jahresende und damit auf einen Aufstieg auf die Challenge Tour hat auch Neo-Professional Robert Foley. Der Lausanner hatte Ende Juli (noch als Amateur) seinen ersten Sieg auf der Pro Golf Tour gefeiert; nach einem geteilten 33. Rang letzte Woche und dem 13. Platz diese Woche in Starnberg liegt der 24-Jährige nun auf Rang 4 der Order of Merit. Foley hatte ebenfalls Pech bei der Auslosung, musste am Montag in der Nachmittagssession auf die Runde und nach zwei Löchern wieder vom Platz. «52 Löcher in zwei Tagen ist ein ziemliches Pensum; aber ich fühle mich körperlich und mental gut», sagt der Romand am Mittwochabend. Beklagen will er sich wie Marco Iten aber nicht. «Ich musste in allen drei Runden auf den ersten fünf, sechs Bahnen kämpfen, um ins Spiel zu finden. Das macht die Sache nicht gerade einfacher», so Foley. In Starnberg spielte er Runden von 69, 71 und 67 Schlägen und glänzte in der Finalrunde mit sechs Birdies.

Artikel übernommen von www.swissgolf.ch

Foto: Luca Galliano | @Stefan Heigl

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